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Praxisorientierte Workshops

Das Center for Legal Education möchte Studierenden möglichst frühzeitig die Möglichkeit geben, einen realitätsnahen und spannenden Einblick in die praktische Tätigkeit von Juristen zu gewinnen. Gemeinsam mit Kanzleien und Unternehmen bietet das CLE deshalb Workshops an, in denen sich die Studierenden intensiv mit einem praxisorientierten Thema auseinandersetzen. Dabei geht es nicht allein um die Lösung juristischer Probleme; ebenso wichtig ist, dass die Studierenden den Berufsalltag, das Mandatsgeschäft sowie die Atmosphäre in einer Sozietät bzw. Rechtsabteilung kennenlernen.

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Erfahrungsbericht: Workshop zum Thema „Ablauf einer Compliance Untersuchung“ bei der Kanzlei DLA Piper UK LLP in Frankfurt am Main, 28.04.2017

EBS Law School | LS Prof. Dr. Nietsch | Malwine Munerotto, Ass. iur.

DLA Piper Workshop: Ablauf einer Compliance Untersuchung

Bericht zum ganztägigen Workshop am 28.04.2017 bei der Kanzlei DLA Piper in Frankfurt

Am ersten Freitag im Summer Term 2017 nahmen die Studierenden des Schwerpunktbereichs von Herrn Professor Michael Nietsch an der EBS Law School an dem ganztägigen Workshop der Kanzlei DLA Piper zum Ablauf einer Compliance Untersuchung teil. Die hervorragend organisierte Veranstaltung fand bei den Studierenden regen Zuspruch.

Vormittags erhielten die Studierenden eine theoretische Einführung in strafrechtliche und arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen von Compliance Untersuchungen.

Herr Dr. Christian Schoop erläuterte dabei Anlass, Ziel sowie Maßnahmen und Vorgehensweisen bei internen Untersuchungen und gab einen Überblick über relevante Straftatbestände.

Herr Dr. Jens Kirchner sowie Herr Thomas Olbrich gaben einen Einblick den arbeitsrechtlichen Rahmen. Wobei sie einen besonderen Fokus auf Ermittlungsmaßnahmen, wie Durchsicht von Dokumenten und E-Mails sowie Arbeitnehmerbefragungen, legten. Schließlich stellten sie arbeitsrechtliche Maßnahmen von Abmahnung bis zur außerordentlichen fristlosen Kündigung dar.

Nachmittags erhielten die Studierenden Gelegenheit das zuvor Erlernte in einem Rollenspiel anzuwenden. Hintergrund war ein Fall zu Schmiergeldzahlungen von Mitarbeitern eines fiktiven Unternehmens an Mitarbeiter von Kunden in Brasilien. In 4 Gruppen schlüpften die Studierenden jeweils Befragten- und die Ermittler-Rolle. Zum Abschluss durften die Gruppen dem „Vorstand“, bestehend aus Herrn Professor Nietsch, Herrn Dr. Schoop und Herrn Dr. Kirchner, Handlungsempfehlungen unterbreiten.

Abends konnten die Teilnehmer den lehrreichen Tag bei einem gemütlichen Get together mit den Anwälten der Kanzlei DLA Piper ausklingen lassen.

Erfahrungsbericht Workshop zum Thema „Leveraged Finance“ bei der Kanzlei Latham & Watkins in Frankfurt am Main, 21. Februar 2017

Erfahrungsbericht Inessa Komandirova – 5. Trimester, Intake 2015

Workshop zum Thema „Leveraged Finance“ bei der Kanzlei Latham & Watkins in Frankfurt am Main, 21. Februar 2017

Am 21.02.2017 lud die Kanzlei Latham & Watkins uns, die Studierenden der EBS Law School, in ihr Frankfurter Büro zu einem Workshop zum Thema „Leveraged Finance“ ein.

Geplant und durchgeführt wurde die Veranstaltung von Frau Rechtsanwältin Alexandra Hagelüken (Partnerin), Frau Rechtsanwältin Laura Wimmer und Herrn Rechtsanwalt Rafal Szala (beide Associates).

Nach einem freundlichen Empfang wurde uns im Konferenzraum eine interaktive Einführung in die uns noch unbekannte Welt des „Leveraged Finance“ gegeben.

Der Leverage-Effekt beschreibt dabei die Hebelwirkung der Finanzierungskosten des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrendite. Setzt man also Fremdkapital ein, so kann die Eigenkapitalrendite einer Investition gesteigert werden, vorausgesetzt der Anleger kann das Fremdkapital zu günstigeren Konditionen aufnehmen als die Investition an Gesamtkapitalrentabilität erzielt. 

Dabei brachten uns die Referenten ein Grundvokabular (SPA, DD, SFA, ICA, etc.) als Arbeitsmittel für den praktischen Teil des Workshops bei. Darüber hinaus erhielten wir eine kurze Übersicht zu „Leveraged Finance - Mandaten", insbesondere über die Aufgaben eines Rechtsanwalts und über die Abläufe einer Finanzierung.  

Im praktischen Teil des Workshops wurden wir in Kleingruppen eingeteilt, um das erlernte Wissen gleich anzuwenden. Jede Gruppe erhielt zwei Acquisition-Timetables. Eines für die „Bidding-Phase“ und eines für die Zeit zwischen dem „Signing des Share Purchase Agreements“ und dem „Closing“. Aufgabe war es, die einzelnen Arbeitsschritte in einem Zeitverlauf einzuordnen und den Ablauf des Mandats detailliert zu erarbeiten.

Im Anschluss wurden in großer Runde die Ergebnisse zusammengetragen und Fragen dazu beantwortet.

Im Nachgang an den gelungenen Workshop fand ein gemeinsames Get-together bei Käse und Wein mit Latham & Watkins-Anwälten statt.

Wir bedanken uns herzlich für diesen lehrreichen und eindrucksvollen Workshop bei den Referenten von Latham & Watkins.

Erfahrungsbericht Workshop "Litigation & Arbitration" in der Kanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP, Frankfurt am Main, 11.10.2016

Lisa Spechtenhauser und Philipp Roese - 1. Trimester, Jahrgang 2016

Besuch eines Workshops zum Thema "Litigation & Arbitration" bei der Kanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP in Frankfurt am Main.

Die Kanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom organisierte in ihrer Frankfurter Kanzlei einen Workshop zum Thema „Litigation & Arbitration“ für Studierende der EBS Law School.

Der Workshop wurde durch Frau Rechtsanwältin Dr. Anke Sessler und Herrn Rechtsanwalt Max D. Stein durchgeführt und begann nach einer kurzen Vorstellung der Referenten mit einer allgemeinen Einführung in das Schiedsverfahren. Dabei lernten die Teilnehmer die wichtigsten Grundsätze sowie die Vor- und Nachteile eines Schiedsverfahrens kennen und wogen diese in einer offenen Diskussion gegeneinander ab. Anschließend wurden die Studierenden mit den Besonderheiten eines Investitionsschiedsverfahren vertraut gemacht und erhielten vertiefte Einblicke in dessen Ablauf.

Im Anschluss an die Informationsvorträge folgte der praktische Teil des Workshops. Hierbei hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, das zuvor erlernte Wissen praktisch anzuwenden. Dabei war es ihre Aufgabe, eine Streitbeilegungsklausel zu verhandeln sowie ein sog. „Opening Statement“ in einem Investitionsschiedsverfahren zu erarbeiten. Die Teilnehmer wurden zu diesem Zweck in zwei Gruppen eingeteilt, die sich in unterschiedlichen Räumen auf die anschließende Verhandlung vorbereiteten. Eine Gruppe übernahm dabei die Rolle der Beklagten, die andere Gruppe die der Kläger. In der anschließenden Verhandlung vertraten die Teilnehmer die jeweilige Gruppenposition und erhielten damit ein praktisches Grundverständnis über den Ablauf einer Verhandlung vor einem Schiedsgericht.

Der gelungene Workshop fand seinen Ausklang bei einem Get-together, bei dem sich die Studierenden mit Anwälten der Kanzlei über das Workshop-Thema aber auch darüber hinausgehende juristische Fragestellungen austauschten.

Für diese interessante und erfolgreiche Veranstaltung bedanken wir uns recht herzlich bei der Kanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP und deren Referenten.

Erfahrungsbericht Workshop "Ohne Moos nix los" in der Kanzlei Gleiss Lutz, Frankfurt am Main, 08.03.2016

Tülay Bahceci – 5. Trimester

Workshop „Ohne Moos nix los“ – die Rolle des Rechtsanwalts bei der Finanzierung von Unternehmenskäufen.

Zu diesem Workshop lud die Frankfurter Großkanzlei Gleiss Lutz die Studentinnen und Studenten der EBS Law School in ihr Frankfurter Büro ein. Die Referenten Frau Dr. Eva Reudelhuber, Expertin bei syndizierten Krediten, Akquisitionsfinanzierungen, Projektfinanzierungen und strukturierten Finanzierungen, und Herr Frank Schlobach, zu dessen Mandanten Private Equity Häuser, Unternehmen und Finanzinstitute gehören, sind beide Partner der Kanzlei und im Bank- und Finanzrecht tätig. Sie nahmen sich die Zeit, den Studenten die Finanzierung von Unternehmenskäufen – ein auf den ersten Blick sehr abstraktes Thema – aus ihrer Perspektive näher zu bringen und interessante Praxiseinblicke zu gewähren.

Der Workshop startete nach einer kurzen Vorstellung der Referenten mit einem kompakten Informationsvortrag über die zentralen Punkte  der Finanzierung von Unternehmenskäufen. Welche Typen von Unternehmenskäufen gibt es? Öffentliche Übernahmen vs. Nicht-öffentliche Übernahmen, Leveraged Buy-outs vs. Strategische Übernahmen. Das Thema des Abends waren Leveraged Buy-outs (LBO); unter diesem Begriff ist die fremdkapitalfinanzierte Übernahme, also eine mit hohem Fremdkapitalanteil finanzierte Unternehmensübernahme im Rahmen einer strukturierten Finanzierung zu verstehen. Solche fremdfinanzierten Übernahmen sind typisch für Private-Equity-Investoren. Die Beteiligung wird mit einem hohen Anteil an Fremdkapital vollzogen, auch wenn die Private-Equity-Gesellschaft Eigenmittel gesammelt hat, wird für die Beteiligung hauptsächlich Fremdkapital in Anspruch genommen. Die Erwartung der PE-Gesellschaft basiert auf dem sog. Leverage-Effekt. Der geringe Einsatz von Eigenmitteln lässt eine hohe und attraktive Eigenkapitalrentabilität erzielen, solange die Gesamtkapitalrentabilität höher ist als die Fremdkapitalzinsen.

Die Studenten wurden nach dem Informationsvortrag in zwei Gruppen eingeteilt: Die erste Gruppe waren die Anwälte der Kreditnehmer, also der Private-Equity-Investoren, die zweite Gruppe stellte die Anwälte der Kreditgeber, also der Bank dar. Im Vorfeld wurde den Studentinnen und Studenten ein Term Sheet, also ein Finanzierungsvertrag in englischer Sprache, übermittelt. In den Gruppen und mit Hilfe von Frau Dr. Reudelhuber und Herrn Schlobach wurden die kritischen Punkte des Finanzierungsvertrags aus Sicht der Bank und des Kreditnehmers beleuchtet. Anschließend folgte eine spannende Diskussion der Studenten in der Skylounge des Frankfurter Büros. Sowohl die Atmosphäre, als auch die freundliche und schnelle Art der Wissensvermittlung seitens der beiden Partner beeindruckten die Studenten sehr.

Am Ende des Praxis-Workshops stand ein geselliger Ausklang des Abends mit einem get-together, das es den Studenten ermöglichte, Fragen an die Partner zu stellen und deren Arbeitswelt näher kennen zu lernen.

Erfahrungsbericht Workshop "Frauen in Großkanzleien" mit Frau Anna Engers, Diventure, 24.02.2016

Tülay Bahceci, 5. Trimester

Workshop Frauen in Großkanzleien – zu diesem Thema wurden die Studentinnen der EBS Law School am Mittwoch, den 24. Februar geladen. Die Referentin Anna Engers, studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Rechtswissenschaften. Anschließend arbeitete sie bei der internationalen PR-Agentur Hill & Knowlton im Schwerpunkt Corporate Communications und war bei der internationalen Wirtschaftskanzlei Latham & Watkins LLP für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Schließlich machte sie sich selbständig und gründete die Agentur „diventure“. Sie berät nun  namhafte Kanzleien in allen Fragen zum Thema „Diversity“.

„Warum laufen den Kanzleien die Frauen weg?“ – Das war die zentrale Frage des Abends. Im Laufe des Workshops, der mit einem Impulsvortrag zur Situation der Frauen in Kanzleien eingeleitet wurde, wurden die Teilnehmerinnen mit alten Rollenbildern konfrontiert. Für viele Studentinnen ist das auf den ersten Blick kein greifbares Thema: Man ist schlichtweg der Überzeugung die berufliche Qualifikation das alleinige Einstellungskriterium darstellt. Sobald jedoch die Familienplanung in den Vordergrund rückt, ändert sich das Rollenverständnis. In dem Workshop konnten die Studentinnen in einer zwangslosen und vertrauten Atmosphäre sich selbst und ihre Vorstellungen von Vereinbarkeit von Familie und Beruf reflektieren. Frau Engers konnte bei den Studentinnen nicht nur das Bewusstsein über diese Thematik wecken, sie zeigte auch Perspektiven auf, wie man als Frau damit umgehen kann. Die Quintessenz des Abends war letztendlich, dass sowohl Karriere als auch Familienleben erstrebenswert sind und der individuellen Entscheidung unterliegen. Die alten Rollenbilder wandeln sich und es liegt an den Studentinnen von heute, das Bild von morgen zu prägen.

Im Anschluss an den Workshop konnten die Teilnehmerinnen bei Brezeln und Wein mit Frau Engers persönlich in entspannter Atmosphäre reden. So ging ein sehr interessanter und spannender Abend zu Ende.

Erfahrungsbericht: „Post-M&A-Litigation - Ein Planspiel" bei Latham & Watkins LLP, 19.2.2014, Frankfurt am Main

Jacob Ulrich, 8. Trimester

Hektische Betriebsamkeit erfüllte den modern eingerichteten Konferenzraum, als einer der Mentoren meinte, die Gruppen hätten nur noch fünf Minuten Zeit bis zum Verhandlungsbeginn. Über Schönfelder und Palandt gebeugt, wurden schnell noch letzte Details der Argumentation diskutiert. So weit, so gut. Die Verteidigung stand. Die Beklagtenvertreter konnten sich auf den Weg in die Verhandlung machen.

Es klang realistisch und fühlte sich auch so an. Da waren sich die 18 Teilnehmer des Workshops einig. Die Studierenden aus dem ersten und zweiten Jahrgang der noch jungen EBS Law School hatten sich in den Räumen der Sozietät Latham & Watkins in Frankfurt am Main eingefunden, um zusammen mit einigen Partnern und Associates einen Workshop zur „Post M&A-Litigation" durchzuführen. Die angehenden Juristen erwartete ein anspruchsvoller Sachverhalt, den sie - aufgeteilt in kleine Gruppen von Kläger- und Beklagtenvertretern - unter Anleitung der Rechtsanwälte bearbeiteten. In dem Fall war bei einem Unternehmenskauf so einiges schief gegangen: dringend erforderliche Informationen waren vorenthalten, getürkte Bilanzen dem Käufer übergeben worden. Die Studierenden bemühten sich, überzeugende Argumente für die von ihnen vertretene Partei zu finden. Dabei konnten sie vieles von dem, was sie im Studium bereits erlernt hatten, auch einmal praktisch anwenden. Das Spektrum reichte von Spezialfragen des Aktienrechts bis hin zu den Grundlagen des BGB AT und des Schuldrechts. Das Lösen von Fällen ist das tägliche Brot eines jeden Jura-Studenten, doch hier wirkte es um einiges realistischer als im Hörsaal. Am Ende des Workshops stand eine kleine Verhandlung. Daraus wollte jedes Team natürlich als Sieger hervorgehen.

Die Klägervertreter trugen vor. Die Beklagtenvertreter erwiderten. Eine angeregte und mitunter sogar kontroverse Diskussion erfüllte den großen Konferenzraum. Hin und wieder lenkten die Rechtsanwälte von Latham & Watkins das Geschehen auf eine bestimmte Fragestellung, bis die Verhandlung schließlich endete - und zwar ohne Verlierer! Die Studierenden hätten gut argumentiert, befanden die Anwälte. Der Fall sei typisch für die Tätigkeit einer Großkanzlei, so Litigation-Partner Dr. Finn Zeidler, damit befasse man sich täglich. Zum Abschluss lud Latham & Watkins die Studierenden zu einem kleinen Umtrunk ein, und der interessante Abend klang gemütlich mit Gesprächen zwischen Anwälten und Studierenden aus.

Erfahrungsbericht: „Kapitalmarktrecht" bei Norton Rose Fulbright LLP, 15.5.2014, Frankfurt am Main

Tetyana Kranker, 6. Trimester

Wenn man von Kapitalmärkten spricht, tauchen vor dem inneren Auge unweigerlich beschäftige Männer im Anzug, kardiogrammartige Sprünge im Verlauf des DAX und vielleicht noch Bildnisse vom Bullen und Bären auf. Würde man einen beliebigen Passanten fragen, was auf den Kapitalmärkten gemacht wird, wäre die Antwort sehr wahrscheinlich: „Da werden Wertpapiere gehandelt“. Doch wie dieser Handel geregelt ist und worauf die Marktteilnehmer achten müssen, wenn sie sich nicht strafbar machen wollen, werden wohl deutlich weniger Menschen beantworten können.

Um diesen und auch weiteren Fragen nachzugehen, begab sich eine bunte Mischung aus 20 Studie-renden aller Jahrgänge der EBS Law School zu dem Workshop „Kapitalmarktrecht“ zu Norton Rose Fulbright nach Frankfurt. Noch bevor der Workshop angefangen hatte, erlebten die Teil-nehmer den ersten Wow-Moment mit dem beeindruckenden Ausblick auf die Stadt, der sich aus dem Büro der Sozietät bot.

Das eigentliche Programm begann mit einem Vortrag von Dr. Frank Regelin, Partner sowie  Leiter des Frankfurter Corporate Teams und der deutschen Equity Capital Markets Praxis, welcher eine kurze Einführung in das Rechtsgebiet Kapitalmarktrecht und die wichtigsten Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) gab. Anschließend sollten die Teilnehmer selbst aktiv werden. Aus ihnen wurden vier Gruppen gebildet, welche  die Lösung eines Falles, dessen Schwerpunkt in der  Problematik der Insidergeschäfte und Insiderinformationen lag, mit Zuhilfenahme des WpHG selbstständig erarbeiten sollten. So konnte man nicht nur das soeben Gehörte auch praktisch anwenden, sondern auch die im Studium erlernte Techniken der Falllösung in einem fremden Rechtsgebiet und das Umgehen mit unbekannten Gesetzestexten üben. Wenn jedoch trotzdem bestimmte Aspekte unklar waren, halfen die Profis den Studierenden wieder auf die Sprünge.

Nach dem Ende der Bearbeitungszeit stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse vor und erhielt Rückmeldung von Herrn Dr. Regelin, welcher darüber hinaus noch Einblicke in die Handhabung solcher Fälle in der Praxis gewährte.

Den Schlusspunkt eines lehr- und aufschlussreichen Abends bildete ein Büffet, das von einem regen Austausch zwischen den Studierenden und den Anwälten von Norton Rose Fulbright begleitet wurde.

Erfahrungsbericht: „Restrukturierung" mit Shearman & Sterling LLP, 04.6.2014, Frankfurt am Main

Maylinn Janowitz, 3. Trimester

In finanzielle Schieflage geratene Unternehmen sind in Zeiten der Finanzmarktkrise längst keine Seltenheit mehr. Um sich in einem heute sehr stark umkämpften Markt richtig positionieren zu können, sind effiziente Finanzierungslösungen unumgänglich. Wenn, wie häufig, dabei etwas schief läuft, braucht es eine integrierte Lösung zur Verhinderung einer Insolvenz.
Der Beratungsmarkt für Restrukturierung boomt.

Shearman & Sterling gab uns, einer kleinen Gruppe von Studierenden der EBS Law School, vergangenen Mittwoch die Möglichkeit, in einem Workshop mit Rechtsanwalt Dr. Matthias Weissinger die Besonderheiten der Restrukturierung näher kennen zu lernen.

In den Frankfurter Büroräumen der Wirtschaftskanzlei, die einen beeindruckenden Ausblick auf die Stadt boten, angekommen, erhielten wir zunächst eine kurze Einführung in das Dienstleistungsangebot, die verschiedenen Arbeitsgruppen und den möglichen Karriereweg vom Praktikanten bis zum Partner bei Shearman & Sterling; anschließend ging es ans Fachliche.
Nachdem wir in den Grundzügen verstanden hatten, wie ein gesundes Finanzmodell exemplarisch aussehen kann, widmeten wir uns der Restrukturierung einer bestehenden Finanzierung. Die Fallstudie begann.

Zunächst galt es, aus einem anspruchsvollen Sachverhalt diejenigen Probleme des Unternehmens herauszuarbeiten, die einer juristischen Würdigung bedurften, um sie sodann im weiteren Verlauf des Workshops einer optimalen Lösung zuzuführen.
Der BauMax-Konzern, dessen Restrukturierung zentrale Baustelle der Fallstudie war, befand sich gleich in mehreren Schwierigkeiten.
"Eine Equity Cure?" schlug einer vor, "Stundung!" ein anderer. Dr. Weissinger zeigte sich erfreut über die Kreativität und fachliche Kompetenz des Plenums.

Probleme mit einem Insolvenzplanverfahren und ein sich querstellender Londoner Hedgefonds gab der Lösung schließlich eine überraschende Wendung: Das Ausweichen auf eine andere Rechtsordnung versprach Erfolg.

Am Ende des fachlichen Teils des Workshops hatten wir eine deutsche Gesellschaft nach englischem Recht restrukturiert.

Daran anschließend bot sich während einer Führung durch die Büroräume der Kanzlei und einem Get-together die Möglichkeit, mit Partnern und Associates ganz unterschiedlicher Fachrichtungen in direkten persönlichen Kontakt zu treten.
Ein in jeder Hinsicht gelungener Abend ging über interessanten Gesprächen zu Ende.